Der Rhein

Der Rhein, 1320 km lang und Deutschlands wasserreichster Fluß, bietet trotz relativ starker baulicher Eingriffe ein enormes Potential an Fischen und anglerischen Möglichkeiten. Für das Karpfenangeln eignen sich nicht nur der Strom direkt, sondern auch die teilweise sehr häufigen Buhnenfelder. Daneben gibt es vor allem im Bereich des Oberrheins zwischen Basel und Bingen eine große Zahl von Seiten- und Altarmen, teils mit totem Ende, teils mit Zu- und Abfluß. Vergessen werden dürfen auch nicht die Warmwassereinläufe von Kraftwerken, die ebenfalls weitere Angelmöglichkeiten eröffnen.
 
 
Camp in einer Rheinbuhne

Der Karpfenbestand

Der Bestand an Karpfen im Rhein erscheint schier unermeßlich. Dabei handelt es sich fast ausschließlich um Schuppenkarpfen aller Größen. Das Gewicht der von uns gefangenen Fische lag in der Regel zwischen 15 und 25 Pfd., es konnten aber auch schon größere Fische gelandet werden. Ein Fisch über 30 Pfd. blieb uns jedoch bisher verwehrt. Wie aber diversen Berichten entnommen werden kann, beherbergt der Rhein auch Karpfen dieser Größenordnung. Auffällig dabei ist, daß die bei einer Session gefangenen Fische häufig eine ähnliche Größe besitzen, d.h. während  ein Wochenendansitz nur Fische zwischen 15 und 20 Pfd. bringt, so werden bei einem anderen fast ausschließlich Fische über 20 Pfd. gefangen.

Wie der Fischbestand selbst, so erscheint auch der Futterbestand im Rhein enorm. An flach auslaufenden Uferpartien, wie z.B. in Buhnen, finden sich häufig große Mengen an toten Muscheln und Schnecken. Diese und weitere Futtervorkommen ermöglichen ein gutes Abwachsen der Fische. Neben den Karpfen gibt es natürlich eine ganze Reihe weiterer Fischarten im Rhein. Beifänge beim Karpfenfischen sind in erster Linie Brassen, Barben und Graskarpfen, die im Rhein enorme Größen erreichen können. Des weiteren sind natürlich Waller, Zander und Aal zu nennen, die ebenfalls zu beachtlichen Größen abwachsen. Der Hecht hingegen ist jedoch in unserem Abschnitt aufgrund der Ausbreitung des Zanders immer mehr rückläufig.

 

 
Natürliche Nahrung im Rhein: Bachflohkrebse, Kugelmuscheln, Wasserschnecken und Wandermuscheln (v.l.n.r.)

Die Bestimmungen

Aufgrund seiner Länge gibt es für verschiedene Rheinstrecken unterschiedliche
Erlaubnisscheine. In dem von uns befischten Teil am Oberrhein sind grundsätzlich zwei Handangeln erlaubt. Ebenso ist das Nachtfischen, wie an den meisten Gewässern, die dem Staat/Land unterstehen, erlaubt. Jugendlichen unter 18 Jahren ist die Fischerei jedoch nur von einer Stunde vor Sonnenaufgang bis eine Stunde nach Sonnenuntergang erlaubt. Grundsätzlich empfiehlt es sich, eine Jahreskarte zu kaufen, da diese sehr günstig (40-60 DM) ist und so auch mehrere Sessions über das Jahr verteilt möglich sind. Natürlich sind aber auch zeitlich kürzere Erlaubnisscheine zu erhalten. Wildes Campen ist wie überall in Deutschland verboten. Das Stellen von Bivys und Domes ist jedoch kein Problem. Aufgepaßt werden muss jedoch, wenn das Tackle mit dem Auto bis zum Wasser gefahren werden soll, da viele Wege nicht befahren werden dürfen und die Wasserschutzpolizei häufig kontrolliert. Dabei sollte man sich nicht davon täuschen lassen, dass sie mit dem Boot unterwegs ist. Kein Angler kann sein Zeug so schnell zusammenpacken, wie die Wasserschutzpolizei mit ihrem flachen Boot bis zu ihm auf das Ufer gefahren ist.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Verwendung eines Bootes erlaubt ist. Gerade in Buhnen und Altarmen ist dies für Füttern und Drillen sehr hilfreich. Im Strom direkt sollte jedoch besser aufgrund der starken Strömung auf ein Boot verzichtet werden, zumal es dort auch in der Regel nicht benötigt wird. Wie eben bereits schon angeklungen, ermöglicht der Erlaubnisschein auch noch das Fischen in Altarmen und Häfen, sofern für diese keine gesonderten Bestimmungen bestehen.

Kai mit einem Rhein-Schupper von 28,2 Pfd.

Das Angeln

Entsprechend der vielen verschiedenen Plätze, die der Rhein bietet, werden auch unterschiedliche Montagen benötigt. Wie an allen anderen Flüssen gibt es auch hier bestimmte Spots, die von uns bevorzugt befischt werden. Hierzu zählen Buhnen sowie Mündungen von Alt- und Seitenarmen mit dem Hauptstrom. Das Fischen direkt am Strom soll ebenfalls gute Fische bringen, allerdings haben wir bisher dort noch nicht gefischt. Die Alt- und Seitenarme selbst haben sich als nicht so erfolgreich erwiesen. Zwar haben wir auch hier Karpfen gefangen, ihr Gewicht lag jedoch meist nur um die 10 Pfd.. Detaillierte Informationen über das Fischen im Rhein gibt es unten über die entsprechenden Links.

Karpfenangeln in Buhnen

Gewässerinformationen

Home


Erfahrungen, Tips, Anregungen, Kritik oder Fragen bitte an:

tzeidler@yahoo.com

copyright bei Thomas Zeidler                                                             Trier, den 27.11.1999